ObjektDesk Doku
Bestand / Import
iModule
Bestand / Import
Worum geht es?
Hier geht es um Objekte, Einheiten, Personen und den sauberen Import von Bestandsdaten. Der Fokus liegt auf Struktur, nicht nur auf Eingabe: Ein guter Import hält Objekt, Einheit, Person und spätere Folgeprozesse fachlich zusammen.
Was du vor dem Import klärst
- Welche Datenquelle ist die führende?
- Welche Objekte oder Einheiten sind betroffen?
- Gibt es bereits Stammdaten, die nicht doppelt angelegt werden dürfen?
- Ist der Mandant korrekt?
- Welche Folgeprozesse hängen später an diesen Daten?
- Wer entscheidet bei Dubletten, Lücken oder unklaren Referenzen?
- Gibt es einen Stichtag oder eine Reihenfolge, die fachlich eingehalten werden muss?
- Gibt es Felder, die im Zielsystem Pflicht sind, in der Quelle aber fehlen?
Wann du diesen Artikel zuerst liest
- wenn du einen neuen Bestand vorbereitest
- wenn dir Dubletten oder Pflichtfelder Sorgen machen
- wenn du erst den richtigen Importkontext verstehen willst, bevor du die Datei anfasst
Wenn du den kompletten Ablauf brauchst, lies danach den Bestand / Import End-to-End-Workflow.
Woran du die fachliche Lage erkennst
- Die Quelle ist klar führend.
- Objekt, Einheit und Person passen zusammen.
- Dubletten bleiben sichtbar statt zufällig überschrieben.
- Folgeprozesse können auf den importierten Daten aufbauen.
- Ein späterer Bearbeiter kann die Importentscheidung verstehen.
Typische Arbeitsschritte
- Quelle und Umfang prüfen
- Importvorlage wählen
- Daten validieren
- Dubletten und Plausibilitäten kontrollieren
- Import ausführen
- Ergebnisse nacharbeiten
- offene Folgefragen in Tickets oder Fachbereichen dokumentieren
- nach einiger Zeit stichprobenartig prüfen, ob die Folgeprozesse sauber weiterlaufen
Vor dem Import konkret prüfen
- Ist die Datenquelle die führende Quelle?
- Sind Objekt-, Einheiten- und Personendaten vollständig genug für die Zielstruktur?
- Gibt es bereits vorhandene Stammdaten, die nicht überschrieben werden dürfen?
- Ist klar, welche Felder Pflicht sind und welche nur ergänzend sind?
- Müssen Dubletten manuell entschieden werden?
- Gibt es einen Stichtag, ab dem neue Daten gelten sollen?
Typische Import-Entscheidungen
- neue Einheit anlegen: nur wenn sie fachlich noch nicht existiert
- vorhandene Person aktualisieren: nur wenn Identität eindeutig ist
- Dublette zurückstellen: wenn Name allein nicht reicht
- fehlenden Bezug dokumentieren: wenn der Datensatz zwar ankommt, aber noch nicht sauber zuordenbar ist
- abweichende Schreibweisen erst vereinheitlichen, wenn klar ist, dass es dieselbe Sache ist
Häufige Fehlannahmen
- Technisch importiert heißt nicht fachlich fertig.
- Ein Name allein reicht oft nicht, um eine Person eindeutig zuzuordnen.
- Ein guter Import ist nicht nur vollständig, sondern auch wieder nachvollziehbar.
- Wenn Folgeprozesse später haken, liegt die Ursache oft schon im Importkontext.
Was du bei der ersten Sichtung tust
- Quelle identifizieren
- Mandant prüfen
- Objekt-, Einheiten- und Personenbezug grob lesen
- Pflichtfelder und Dublettenrisiken markieren
- erst danach importieren
Nach dem Import nicht vergessen
- Stichprobe bei mindestens einem Objekt
- Stichprobe bei mindestens einer Einheit
- Stichprobe bei mindestens einer Person
- prüfen, ob Folgeprozesse wie Tickets, Finanzen oder BKA noch plausibel funktionieren
- bei Unsicherheit den Datensatz lieber markieren als stillschweigend durchwinken
- wenn möglich, einen typischen Folgeschritt direkt an der importierten Struktur testen
Woran du erkennst, dass der Import gelungen ist
- Objekt, Einheit und Person sind fachlich richtig miteinander verknüpft.
- Der Import erzeugt keine unnötigen Dubletten.
- Nach dem Import sind Stichproben bei den wichtigsten Datensätzen sauber.
- Folgeprozesse wie Tickets, Mieten oder Nebenkosten können auf den Daten aufbauen.
- Unklare Fälle sind nicht versteckt, sondern dokumentiert.
- Spätere Nutzer müssen nicht raten, welche Daten führend sind.
- Die Importentscheidung ist später nachvollziehbar, auch wenn jemand anderes nachschauen muss.
Typische Fehlerbilder
- Es wurde die falsche Vorlage verwendet.
- Daten sind technisch übernommen, aber fachlich falsch verknüpft.
- Es gibt Dubletten, weil vorhandene Stammdaten nicht berücksichtigt wurden.
- Folgefehler tauchen erst später in Tickets, Finanzen oder BKA auf.
- Ein Import wirkt auf den ersten Blick erfolgreich, hinterlässt aber fachlich offene Lücken.
- Bestände werden teilweise angepasst, aber die Nacharbeit ist später nicht mehr nachvollziehbar.
Sauberer Abschluss
Ein Import ist erst dann sauber fertig, wenn:
- die fachliche Zuordnung stimmt
- Dubletten und Lücken bewusst behandelt wurden
- mindestens eine sinnvolle Stichprobe geprüft wurde
- Folgeprozesse plausibel weiterlaufen können
Wenn du unsicher bist
Dann arbeite lieber in dieser Reihenfolge:
- kleinen Testumfang wählen
- eine Stichprobe importieren
- Ergebnis fachlich lesen
- erst dann den Rest übernehmen
- bei Widersprüchen die Quelle festhalten, statt sofort zu überschreiben
Das ist langsamer, aber deutlich sicherer als ein großer Import mit späterer Korrektur.
Wann du direkt in den Workflow wechselst
- wenn die Quelle schon klar ist
- wenn du die Datei nur noch validieren musst
- wenn Dubletten oder Teilimporte tatsächlich entschieden werden sollen
Weiter im Detail
Wichtig
- Mandant, Objekt und Importkontext müssen stimmen.
- Ein Import ist nur der Start, nicht die fachliche Endkontrolle.
- Fehler im Import werden später oft in Tickets, Finanzen oder BKA sichtbar.
- Prüfe vorab, welche Daten in den Stammdaten schon vorhanden sind, damit nichts doppelt angelegt wird.
- Nach dem Import immer mindestens Stichproben bei Objekt, Einheit und Person machen.
- Wenn der Import fachlich heikel ist, lieber in Etappen vorgehen als alles in einem Zug durchziehen.