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Glossar
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Begriffe
- Mandant: organisatorischer Datenraum eines Kunden. Wenn etwas „falsch aussieht“, ist oft zuerst der Mandant zu prüfen, bevor Daten oder Rechte geändert werden.
- Objekt: verwaltete Immobilie, also der fachliche Rahmen für Bestand, Betrieb und Abrechnung.
- Einheit: Wohnung, Gewerbeeinheit, Garage oder Stellplatz innerhalb eines Objekts.
- Periode: fachlich abgegrenzter Zeitraum, zum Beispiel für Nebenkosten, Banking-Abgleich oder Auswertungen.
- BKA: Betriebskostenabrechnung. Meint nicht nur das PDF, sondern den kompletten fachlichen Lauf bis zur plausiblen Ausgabe.
- Verteilungsschlüssel: Regel, nach der Kosten auf Einheiten, Personen oder Flächen verteilt werden.
- Zählerverknüpfung: Zuordnung eines Zählers zu einer Einheit, einem Zeitraum oder einer Abrechnungskonstellation.
- Abgleich: fachlicher Vergleich von Soll und Ist, meist bei Banking oder Zahlungen. Ein grüner Zustand ist erst dann gut, wenn er auch fachlich erklärbar ist.
- Import: Übernahme externer Daten in das System. Ein Import ist erst dann gelungen, wenn die Folgeprozesse mit den Daten arbeiten können.
- Dubletten: doppelt vorhandene Datensätze, die fachlich dieselbe Sache beschreiben können.
- Session: aktuelle Anmeldesitzung eines Nutzers im Browser. Abgelaufene oder alte Sessions sind eine häufige Ursache für „komische“ Zustände.
- Rolle: Berechtigungs- und Aufgabenprofil eines Nutzers, zum Beispiel Verwalter, Buchhaltung, Support oder Admin.
- Ticket: operativer Vorgang mit Rückfrage, Aufgabe oder Frist. Ein gutes Ticket enthält Kontext und einen klaren nächsten Schritt.
- Frist: zeitliche Vorgabe, bis wann ein Fall erledigt sein soll oder fachlich wieder angeschaut werden muss.
- Support: Hilfs- und Eskalationsrolle für Nutzerfragen und Fehlerbilder. Support beschreibt den Fall so, dass andere ihn direkt weiterverarbeiten können.
- Runbook: interne Betriebsanleitung für Deploy, Betrieb, Restore oder technische Abläufe.
- Doku: nutzernahe Hilfe mit kurzen Artikeln, Workflows und klarer Handlungslogik.
- Owner: fachlich verantwortliche Person für einen Artikel, Bereich oder Workflow.
- Plausibilität: fachliche Stimmigkeit, auch wenn ein Wert technisch gültig ist. Der häufigste Unterschied zwischen „geht“ und „stimmt“.
- Kontext: der konkrete Fall, zum Beispiel Mandant, Objekt, Seite, Zeitraum, Rolle oder betroffene Aktion.
- Nacharbeit: fachliche Korrektur oder Ergänzung nach einem Import, Lauf oder Ticket, damit der Fall später sauber nachvollziehbar bleibt.
- Freigabe: bewusste fachliche Entscheidung, dass ein Schritt jetzt weiterlaufen darf.
- Restdifferenz: offener Betrag nach einem Abgleich, der noch erklärt oder bewusst als Sonderfall dokumentiert werden muss.
- Sonderfall: fachlich bekannte Abweichung vom Standard, die bewusst so behandelt wird und nicht aus Versehen als Fehler durchrutscht.
- Freischaltung: aktives Gewähren von Zugriff oder Berechtigung, meist durch Admin oder Betreiber.
- Eskalation: Übergabe eines Falls an die nächste Stelle, wenn die Erstprüfung nicht mehr ausreicht.
Wann du das Glossar zuerst liest
- wenn ein Begriff in mehreren Artikeln anders wirkt
- wenn du zwischen fachlicher und technischer Bedeutung schwankst
- wenn ein Ticket oder Workflow einen Begriff benutzt, der dir nicht eindeutig vorkommt
Wie du einen Begriff richtig prüfst
- Begriff im Glossar lesen
- den Satz davor und danach im Fachartikel mitlesen
- den betroffenen Workflow anschauen
- den Begriff im konkreten Fall erst dann anwenden
Wenn die Bedeutung danach noch unsauber bleibt, ist der Kontext wichtiger als die reine Definition.
Begriffe, die oft verwechselt werden
- Mandant vs. Objekt: Der Mandant bestimmt den Datenraum, das Objekt den fachlichen Fall. Ein falscher Mandant wirkt oft so, als wäre alles leer oder falsch zugeordnet.
- Rolle vs. Berechtigung: Die Rolle beschreibt den fachlichen Arbeitsrahmen, die Berechtigung die konkrete technische Freigabe für eine Aktion.
- Ticket vs. Frist: Das Ticket sammelt den Fall und den Kontext, die Frist markiert den Zeitpunkt, bis wann etwas wieder angeschaut oder erledigt sein muss.
- Import vs. fachlich nutzbar: Ein Import kann technisch abgeschlossen sein, ohne dass die Daten schon korrekt weiterverarbeitet werden können.
- Abgleich vs. Freigabe: Ein Abgleich prüft die Zahlen, eine Freigabe entscheidet, dass der Stand fachlich weiterlaufen darf.
Begriffe im Alltag
- Wenn etwas "leer" wirkt, zuerst Mandant, Rolle und Zeitraum prüfen.
- Wenn etwas "grün" ist, trotzdem fachlich gegenlesen, ob es wirklich fertig ist.
- Wenn etwas "technisch erledigt" ist, heißt das noch nicht, dass es fachlich erklärt ist.
- Wenn etwas "falsch aussieht", ist der Kontext oft wichtiger als die reine Fehlermeldung.
Typische Stolperstellen
- Ein technischer Zustand sieht gut aus, ist fachlich aber noch offen.
- Ein Begriff ist im Team geläufig, wird aber in einem anderen Workflow anders benutzt.
- Eine Abkürzung klingt eindeutig, meint aber je nach Bereich etwas anderes.
Mini-Beispiele
- Wenn ein Bankimport technisch grün ist, aber Beträge fehlen, ist der Import noch nicht fachlich abgeschlossen.
- Wenn eine BKA-Periode ein PDF erzeugt, aber Zähler oder Verteilungen unklar bleiben, ist der Lauf erst teilweise fertig.
- Wenn ein Supportfall beantwortet wurde, aber der nächste Bearbeiter noch rätseln muss, fehlt im Ticket der entscheidende Kontext.
So liest du Begriffe richtig
- Immer den Satz davor und danach mitlesen.
- Bei mehreren möglichen Bedeutungen den betroffenen Workflow prüfen.
- Wenn ein Begriff technisch stimmt, aber fachlich unstimmig wirkt, den Kontext zurückfragen.
- Bei wiederkehrenden Fällen die Begriffe im gleichen Sinn verwenden, damit Tickets und Übergaben vergleichbar bleiben.
So benutzt du das Glossar
- Wenn ein Begriff unklar bleibt, schau zuerst hier nach und vergleiche ihn mit dem aktuellen Fall.
- Lies immer den Satz davor und danach mit, denn viele Begriffe hängen von Mandant, Zeitraum oder Rolle ab.
- Ein technisch korrekter Wert kann trotzdem fachlich falsch sein; dann hilft die Plausibilitätsprüfung.
- Wenn du einen Begriff in einem Ticket oder Supportfall verwendest, nenne ihn lieber präzise als allgemein.
- Wenn ein Begriff in mehreren Bereichen unterschiedlich wirkt, nenne gleich den fachlichen Kontext dazu.
- Wenn du zwischen zwei Begriffen schwankst, nenne beide kurz und entscheide dann anhand des betroffenen Workflows.
- Bei offenen Fällen ist der Kontext meist wichtiger als die reine Definition.
Wenn du einen Begriff nicht findest
- Schau im passenden Workflow nach.
- Prüfe, ob der Begriff vielleicht unter einer anderen fachlichen Bezeichnung auftaucht.
- Wenn du ihn oft brauchst, ist das ein gutes Zeichen für einen fehlenden Glossarbegriff.
Lesereihenfolge für neue Nutzer
- Erst den Artikel Erste Schritte lesen
- Dann das passende Rollenprofil öffnen
- Danach die Modulartikel Banking, BKA, Bestand oder Tickets lesen
- Bei Fehlern direkt ins Troubleshooting wechseln
- Wenn ein Begriff unklar bleibt, im Glossar prüfen, ob es eine fachlich präzisere Bedeutung gibt
- Bei wiederkehrenden Begriffen die verlinkten Workflows als Praxisbezug mitlesen
Merksatz
Das Glossar erklärt Begriffe, aber der Workflow entscheidet, was sie im konkreten Fall bedeuten.